Manchmal brauchen wir keine genaue Zahl — uns genügt eine schnelle, leicht zu merkende Antwort. Etwa 50, etwa 300. Genau dafür ist das Runden da.
Was Runden bedeutet
Wenn du eine Zahl rundest, tauschst du sie gegen die nächste runde Zahl — also eine, die mit 0 endet (oder mit 00, oder mit 000…). Runde Zahlen sagt man leichter und rechnet man leichter im Kopf.
47 ≈ 50 (nächster Zehner)
312 ≈ 300 (nächster Hunderter)
Auf den nächsten Zehner runden
Beim Runden auf den Zehner schaust du auf die Einerziffer:
Ist die Einerziffer 0, 1, 2, 3 oder 4 — runde ab (Einer fallen auf 0).
Ist die Einerziffer 5, 6, 7, 8 oder 9 — runde auf (ein Zehner mehr).
Beispiele:
Zahl
Einer
Wohin?
Auf 10 gerundet
32
2
ab
30
47
7
auf
50
85
5
auf
90
199
9
auf
200
Auf den nächsten Hunderter runden
Beim Runden auf den Hunderter schaust du auf die Zehnerziffer:
Ist die Zehnerziffer 0, 1, 2, 3 oder 4 — runde ab (Hunderter bleiben, Zehner und Einer werden 0).
Ist die Zehnerziffer 5, 6, 7, 8 oder 9 — runde auf (ein Hunderter mehr).
Beispiele:
Zahl
Zehner
Wohin?
Auf 100 gerundet
312
1
ab
300
184
8
auf
200
650
5
auf
700
949
4
ab
900
Das Zahlenstrahl-Bild
Stell dir die Zahl auf einer Linie zwischen zwei runden Zahlen vor. Es gewinnt die runde Zahl, die näher liegt.
184 liegt näher bei 200 als bei 100.
312 liegt näher bei 300 als bei 400.
Liegt die Zahl genau in der Mitte (zum Beispiel 650 zwischen 600 und 700), sagt die Regel: runde auf. Also wird 650 zu 700, nicht zu 600.
Wozu wir runden
Schnell im Kopf rechnen: 198 + 401 ≈ 200 + 400 = 600. Schön nah am genauen Ergebnis (599).
Preise schätzen: ein Brötchen für 1,79 € ist „etwa 2 Euro".
Über große Zahlen sprechen: „in der Schule sind etwa 300 Kinder" merkt man sich leichter als „297".